Das fliegende Fahrrad

Kategorie: Roman

Liebe Leserinnen und Leser,


ich möchte Ihnen mein Buch, „Das fliegende Fahrrad“ vorstellen. Es ist mein erster Roman.


Bei dem Roman handelt es sich um eine Einwanderergeschichte der 1970er Jahre, die sich in Westberlin ereignet. Der Protagonist, ein Junge von 11-12 Jahren, erzählt sein Ankommen in der neuen fremden Heimat. Über Nacht, ohne jegliche Vorbereitung, findet er sich in einer Großstadt wieder und muss ein komplett neues Leben beginnen. Das gewohnte und überschaubare Dorfleben seiner Kindheit im tiefsten Anatolien musste er mit dem neuen Großstadtleben Westberlins tauschen. Er muss den gigantischen Sprung von einem feudal geprägten Dorf in eine moderne Großstadt bewältigen. Konflikte sind vorprogrammiert. Wie die Berliner Mauer, die er anfangs täglich sieht, die Bewegung einschränkt, so verhindert die neue Sprache sein Wirken. Um die Schule zu bestehen und um überhaupt mit seinen Gleichaltrigen mitziehen zu können, muss er zehn Jahre Sprache nachholen. Sprachlosigkeit führt dazu, dass er beobachtet, statt mitzureden und mitzuwirken. Schließlich muss er zwischen den Gebräuchen und Traditionen des alten Lebens, die insbesondere von seiner Mutter und der Community der Verwandtschaft in Berlin gelebt werden und den neuen sozialen Werten lavieren.


Seine Wünsche und Träume führen zu Konflikten mit seinen Eltern. Sein unermüdlicher Fahrradwunsch, der als roter Faden den Roman durchzieht und immer wieder für Spannungen sorgt, veranschaulicht die Endlichkeit von Träumen und die Grenzen des Erreichbaren. Armut und Wohlstand und damit auch die Frage der Klassenunterschiede werden angesprochen. Die Zugehörigkeit zu den Gastarbeitern zementiert eine Grenze sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Eingewanderten. Diese Grenze zu überwinden, und ein Teil der alteingesessenen Bevölkerung zu werden, wird aus den Augen eines Kindes erzählt. Im sozialen Leben sind die Kinder mit ihren Freundschaften, dem Austausch untereinander und den direkten Konflikten, die sie miteinander austragen, schon weiter als die Erwachsenen. Bei den Kindern sind die Grenzen durchlässiger als bei den Erwachsenen.


Die Freundschaft zu seinem besten Freund Andreas hilft ihm, die Fremde zu ertragen und hier anzukommen. Andreas führt den etwas ängstlichen und schüchternen Protagonisten in das quirlige Kinderleben des Viertels ein. Gemeinsame Abenteuer, die die Gesetze überschreiten, und dadurch vom Protagonisten viel abverlangen, bringen Spannung in das neue Leben. In diesen Momenten vergisst er die Fremde. Sein Freund schafft die Atmosphäre der Zugehörigkeit. Er ist ein Außenseiter der Gesellschaft, der von den anderen Kindern gemobbt wird. Obwohl beiden sehr unterschiedliche Charaktere eigen sind und sie verschiedenen Schichten und Nationen angehören, verbindet beide bedingungslose Freundschaft, kindliche Offenheit und herzzerreißende Liebe.


Zusätzlich bekommen die Leserinnen und Leser einen Einblick in die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1970 er Jahre Westberlins. Verschiedene Generationen, Jung und Alt, werden mit ihren sozialen Verhältnissen und Anschauungen vorgestellt. Verkörpert durch die vielen Omas und alten Lehrern auf der einen Seite und der neuen Generation von Lehrerinnen auf der anderen Seite. Die Wirkung des Zweiten Weltkrieges zeigt sich nicht nur optisch durch die vielen zerbombten Häuser in dieser Zeit, sondern hat sich auch hartnäckig in den Anschauungen der Erwachsenen gehalten und sie halten bis hinein in den Gehirnen der Kinder Einzug.


In dieser Gemengelage von Historie, Grenzen, Hürden und Differenzen hilft letztlich nur die Menschlichkeit und Freundschaft, und nicht vergessen ein Fahrrad, für ein Stück Seelenfrieden und Wohlbefinden. Schließlich wächst der Protagonist an den Herausforderungen seiner Zeit und an der emotionalen Dramatik, die die Freundschaft zu seinem Freund nimmt.


Viel Freude beim Lesen!

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